12.03.2010
HSV schafft die perfekte ­Ausgangslage
Mit einem hochverdienten 3:1-Erfolg hat sich der Hamburger SV im Europa-League-Achtelfinal-Hinspiel gegen den RSC Anderlecht eine hervorragende Ausgangssituation für den kommenden Donnerstag erkämpft. Joris Mathijsen (23.), Ruud van Nistelrooy (40.) und David Jarolim (76.) besorgten am gestrigen Abend in der HSH Nordbank Arena die Treffer für die Rothosen, Jonathan Legear (45.) gelang zwischenzeitlich der Anschluss für den belgischen Rekordmeister.

"Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gezeigt. Uns war klar, dass wir Geduld mitbringen müssen, um gegen diesen konterstarken Gegner zum Erfolg zu kommen. Wir haben das Spiel zu jeder Zeit unter Kontrolle gehabt und uns zahlreiche Chancen erarbeitet", wusste Siegtorschütze und Kapitän David Jarolim nach dem Schlusspfiff mit stolzgeschwellter Brust zu berichten. Zunächst bedurfte es aber der Mithilfe des Gegners: Joris Mathijsen profitierte von einem Fehler der Anderlechter Hintermannschaft, die den Ball nicht kontrollieren konnte. Der Niederländer reagierte am schnellsten und schob zum 1:0 ein.

"Wir haben etwas gebraucht, bis wir in dieser Partie so richtig drin waren", erklärte Marcell Jansen, "aber dann haben von Minute zu Minute unsere Kombinationen besser geklappt." In der 35. Minute überzeugte der HSV erstmals durch gekonntes Direktspiel: Eine scharfe Hereingabe von Jansen übernahm Mladen Petrić ohne Zögern und verfehlte dabei das Gehäuse mit seinem Schuss nur knapp. Besser machte es fünf Minuten später Ruud van Nistelrooy: Aus spitzem Winkel überwand der Angreifer den RSC-Torhüter Sylvio Proto. Landsmann Eljero Elia hatte ihm die Kugel vorab vor die Füße gelegt. Für van Nistelrooy, der am gestrigen Abend sein Startelfdebüt feierte, verlief der Abend außerordentlich rund: "Ich habe in den letzten Wochen hart dafür gearbeitet, nun konnte ich mich selbst für meine Geduld belohnen und der Mannschaft mit meinem Treffer helfen", erklärte 'Van the Man' überglücklich.

Dass Jonathan Legear kurz vor dem Pausenpfiff per Freistoß ein ansehnliches Anschlusstor erzielte, war letztlich nur ein Schönheitsfehler. Der HSV hatte die Partie auch in Hälfte zwei gut im Griff. Ehe David Jarolim in Minute 76 aus der Distanz für die Entscheidung sorgte, hatten auch van Nistelrooy und Petrić noch gute Möglichkeiten für die Rothosen. "Nach dem 2:1 sind wir wieder gut rausgekommen und haben weiterhin versucht, das Spiel in den Händen zu halten und keine Torchancen der Gegner zuzulassen. Mit Ruud in der Startelf hatten wir uns eine gewisse Präsenz und Durchschlagskraft erhofft und ich denke, das hat sehr gut funktioniert. Insgesamt war das heute Abend eine sehr gute Leistung der Mannschaft", zog Bruno Labbadia sein durchweg positives Fazit nach dem Abpfiff. Mit dieser optimalen Ausgangslage kann der HSV-Coach beruhigt auf das Rückspiel am kommenden Donnerstag um 21.05 Uhr in Brüssel blicken.
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