05.03.2010
Motto: "Drei Punkte sind Pflicht"
"Sie sind besser als der Tabellenstand aussagt und haben sich im Winter sehr gut verstärkt", erklärte HSV-Trainer Bruno Labbadia (Bild) vor dem morgigen Heimspiel der Rothosen. Damit meint er Hertha BSC, denn obwohl der Hauptstadtklub weiterhin auf dem letzten Platz liegt, hat er den Rückstand auf das rettende Ufer seit Beginn der Rückrunde halbiert (von zehn auf fünf Punkte).

Dennoch bleibt die Lage natürlich prekär. Und das macht die Hertha zu einem unangenehmen Gegner. "Wir biegen in die Zielgerade der Saison ein. Ich erwarte von der Mannschaft totale Leidenschaft und totalen Kampf", sagt zum Beispiel der Berliner Manager Michael Preetz. "Ich verlange, dass sie über die Grenzen geht." Und so muss sich der HSV auf einen Kontrahenten einstellen, der um jeden Meter Boden kämpft.

Von den letzten neun Heimspielen gegen die Hertha hat der HSV keines verloren, aber "nicht verlieren" ist natürlich nicht das Ziel für die Partie am Samstag. Der Vorsprung auf den Nordrivalen Werder Bremen beträgt nur noch zwei Zähler, daher müssen die Hanseaten nun Dreier einfahren - vor allem daheim. Gerade in dieser Situation ist es ärgerlich, dass Marcus Berg wegen einer Grippe nicht einsatzfähig sein wird. Wer neben Mladen Petrić ("Er wird wieder mit einem Tape auflaufen", sagt Labbadia) stürmen wird, ist daher noch unklar - vielleicht doch Ruud van Nistelrooy, dessen Oberschenkelprobleme sich so gebessert haben, dass er das Abschlusstraining am heutigen Freitag problemlos überstand?

Zwei andere Personalien konnten allem Anschein nach geklärt werden. "Wir gehen davon aus, dass er zur Verfügung steht", sagte Labbadia zum Zustand von Frank Rost, der vor Wochenfrist ja verletzt ausgewechselt werden musste. Und auch mit Marcell Jansen rechnet der Coach, denn der grippale Infekt des Spielers ist abgeklungen. An der Vorgabe gibt es ohnehin keinen Zweifel. "Hoffentlich schlagen wir Hertha. Drei Punkte sind Pflicht", sagt Mladen.
Zurück