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| | | | 05.02.2010 | | Serie am Dom soll halten
| Selten herrschte vor einem Auswärtsspiel des HSV so viel Aufregung wie zu Beginn der vergangenen Woche. Fast stündlich fragten die Reporter nach, ob Neuzugang Ruud van Nistelrooy denn nun am Samstag in Köln sein Debüt im Trikot mit der Raute geben würde. Dann, am Donnerstag, sagte Trainer Bruno Labbadia: "Wenn es am Freitag keinen verletzungsbedingten Ausfall mehr gibt, bleibt der Kader unverändert - und Ruud in Hamburg."
Auch auf der Gegenseite fehlt übrigens morgens eine prominente Neuverpflichtung, wenn sie auch nicht mehr ganz so neu ist. Lukas Podolski, der zu Beginn der Saison aus München an den Rhein zurückkehrte, fällt gegen Hamburg aus. "Es ist eine starke Prellung. Damit kann er nicht spielen", sagte FC-Trainer Zvonimir Soldo. "Wir dürfen bei Poldi nichts überstürzen. Wichtig ist, dass er ganz fit zurückkommt!" So ganz schwer fällt es den Kölner zurzeit allerdings nicht, auf die Genesung des Nationalspielers zu warten, denn im Moment läuft es gut unterm Dom: Nach zwei Siegen in Folge hat die Elf nun schon einen schönen Abstand zwischen sich und die Abstiegsränge gelegt.
Ähnliches können auch die Hanseaten von sich sagen. Nach zehn Punkten aus den vergangenen fünf Spielen hat sich der HSV schon durchaus deutlich von den Verfolgern wie zum Beispiel Bremen und Hoffenheim abgesetzt. Und fährt jetzt in eine Stadt, die den Hamburgern offenkundig sehr angenehm ist. Die vergangenen drei Punktspiele in Köln haben die Rothosen allesamt gewonnen, schon acht Jahre liegt die letzte Niederlage zurück. Trotzdem warnt Labbadia vor einem Team, das vielleicht von vielen unterschätzt wird. "Ich erwarte, dass der FC wie schon in den letzten Partien sehr geordnet und kompakt stehen wird, um uns mit schnellem Umschalten zu fordern", sagte der Coach. "Köln verfügt, wenn man genau hinschaut, über eine sehr gute Mannschaft."
Das gilt natürlich auch für den HSV, obwohl die Personalsituation immer noch etwas angespannt ist. So muss der Klub weiterhin auf Zé Roberto verzichten ("Er kann frühestens in der kommenden Woche mit dem Mannschaftstraining beginnen", sagt Labbadia) und reagierte daher erschrocken, als Tunay Torun gestern das Training abbrach. Immerhin gab Labbadia so eine Art Entwarnung: "Die Untersuchung der Ärzte ergab letztlich nichts Gravierendes. Wir werden die Nacht abwarten, gehen aber davon aus, dass er in Köln im Kader steht."
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